KEILITZ


  NEWS, TEXTE, PRESSE
6.06.2017 Ausstellung
Ausstellung in der Galerie Manoel Nunes, Köln - vom 11.11.-23.12.2017
Rot - im Rausch der Farbe


5.05.2017 Ausstellung Kasseler Sparkasse
Keilitz-Abstraktion in Farbe und Form
in der Kasseler Sparkasse, Wilhelmstr.7, 34466 Wolfhagen
5.Mai - 30.Juni 2017


12.06.2016 Ausstellungsrezension der HNA vom 28.06.16

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15.02.2016 Ausstellung - Artists in Residence , Kassel
Artists in Residence mit Werken von Keilitz
Donnerstag, 14.April 2016 um 19,00 Uhr
im Foyer des Kreishauses Kassel, Wilhelmshöher Allee 19-21
Fläche - Raum - Zeit


Dr.Peter Lodermeyer, Bonn

...in jedem Bild ist jeweils eine bestimmte Primär-oder Sekundärfarbe vorherrschend...zu der sich weitere Farben kontrastiv dazugesellen, wobei diese Kontrastfarben sich tendenziell eher an den Bildrändern ansiedeln. Durch diese Randlage werden die Bildfläche und ihre Grenzen besonders akzentuiert, zugleich aber wird auch durch die Überschneidung der Farb-"Inseln" die Vorstellung eines darüber hinausgehenden, die Bildmaterialität transzendierenden Farbraums hervorgerufen. In dieser doppelten, durchaus widersprüchlichen Wirkung der randständigen Farbe wird das Bild als autonome Einheit, zugleich aber auch als Beispiel eines übergeordneten Bildgedankens erfahrbar. Auch wenn diese zusätzlichen Farbinseln zuweilen quantitativ sehr klein ausfallen und sich das Bild optisch der Monochromie nähert, verzichtet Keilitz nie auf diese kontrastierenden Farbentitäten, durch welche die Hauptfarbe erst als solche klar und in ihrer vollen farbenergetischen Präsenz zutage tritt. Dem liegt die grundsätzliche Erwägung zugrunde, dass jedes Seiende in einer Polarität begriffen ist: Identität ist erst dann gegeben, wenn sie in der Differenz zu anderem Seienden als solche erkennbar wird...
...In den 1990er- Jahren begann Keilitz damit, kraftvoll ge- und verformte Stahlbleche als Malgründe zu verwenden und somit die Malerei konsequent von der Fläche in den Raum hinein zu erweitern. Zwei Typen von Stahlobjekten sind dabei zu unterscheiden. Zum einen entstanden Objekte, deren Stahlbleche mehrfach über eine gerade Kante gefaltet wurden. Durch diese Auffaltung oder Auffächerung der Oberfläche entstehen Raumkombartimente auf verschiedenen Ebenen, Raumecken, die den Betrachter dazu auffordern, sich vor den Objekten zu bewegen, um die unterschiedlichen Raumebenen alle adäquat erfassen zu können. Die zweite Gruppe von Wandobjekten ist durch unregelmäßige Verformungen gekennzeichnet, die durch den Einsatz schwerer Rammhölzer zustande gekommen sind. Die Beulen und Ausbuchtungen dokumentieren noch die physische Energie, die der Künstler in die Bearbeitung des Stahls investiert hat. Bei manchen Arbeiten leuchten kleine rechteckige Felder aus der Gesamtform hervor, die Keilitz blank gehämmert und manchmal noch zusätzlich mit Blattgold belegt hat. Beide Gruppen von Wandobjekten ist gemeinsam, dass in ihnen das Werkmaterial Stahl in drei unterschiedlichen Zustandsformen präsent ist: erstens als blankes, glänzendes Metall, zweitens mit Ölfarbe bemalt und drittens gerostet. Wer sich betrachtend in die Arbeiten vertieft, wird ohne Weiteres darauf kommen, dass mit diesen drei Zustandsformen die drei Zeitebenen thematisiert werden. Der blanke Stahl verweist auf die Ursprungsform des Ausgangsmaterials und damit auf seine Vergangenheit. Der korrodierte, rostige Stahl veranschaulicht die Zerfallsprozesse, die unweigerlich jede Form früher oder später zersetzen werden: das ist die Zukunft. Die mit Ölfarbe bemalten Partien sind die lebendige, künstlerische Bearbeitungsform und stehen für die aktuelle Situation, die Gegenwart. Nun wird verständlich, dass der Ausstellungstitel "Fläche - Raum - Zeit" sehr genau die elementaren Erscheinungsformen der Kunst von Dietmar Keilitz benennt. Die Oberfläche der Stahlobjekte wird durch Verformung in den Raum hinein ausgedehnt, während die drei Erscheinungsformen des Materials die drei zeitlichen Extensionen veranschaulichen. Im aktuellen Moment der Betrachtung kann man sich der (philosophisch und naturwissenschaftlich gut begründbaren) Vorstellung der Gleichzeitigkeit der drei Zeitformen annähern, was bedeutet, dass nur die Gegenwart real ist und Vergangenheit und Zukunft in sie verwoben sind. das Fließen der Zeit erweist sich in diesem vertieften Verständnis als subjektives Empfinden, gar als Illusion. Zeit ist eher eine Bewusstseinstatsache als ein objektiv gegebenes Faktum.


Ausstellung Kreishaus Kassel

Ausstellung Kreishaus Kassel

13.07.2015 Prozess in der Kunst
Roger Scruton:"Schönheit",S.152;"...genau um diesen Prozess geht es in der Kunst - die Vermittlung individueller Erfahrungen, in einer einzigartigen Form, die diese Individualität zum Ausdruck bringt."


19.April 2015 - 9.Mai 2015 Gruppenausstellung
Gruppenausstellung im U-Forum Tokyo, Museum und Kunstverein
u-forum.jp


U-Forum-Flyer

16.April - 6.Mai 2015 Gruppenausstellung: Achtzig Galerie, Berlin
Gruppenausstellung ab 16. April 2015 in der
Achtzig - Galerie für Zeitgenössische Kunst
Brunnenstraße 150, Berlin-Mitte


2014, März Artmajeur Silver Award 2014
Der Artmajeur Silver Award 2014 wird D. Keilitz zuerkannt
Link: Artmajeur Awards



Juni 2012 Presse
"Atelierbesuch: Dietmar Keilitz", in: Das Atelier, Ausgabe 6/2012
Presseartikel lesen


KulturMagazin,Nr.182,2012

KulturMagazin,Nr.182-1,2012

September 2011 Ausstellung im U-Forum, Tokyo


Ausstellung, U-Forum Museum und Kunstverein, Tokyo

11.11.2010 Treffen mit Frank Stella


Treffen mit Frank Stella in der Galerie Strehlow, Düsseldorf

April 2003 Alles Schöne ist ein Selbsterleuchtetes
aus: Der Mittlere Weg, Buddhistischer Bund Hannover, Januar-April 2003, von Martin Platz

Alles Schöne ist ein Selbsterleuchtetes - oder Der Mythos des Steins
(zu den Tuschemalereien ... (des) Dietmar Keilitz)

... aber diesmal... Seltsames geschieht ... kein zerstreutes Wegsehen, geschweige denn ein Weitergehen. Ich muss es wohl so sagen: etwas staunt mich an ! Etwas absolut Freies. Auf Wesentliches sparsam glücklich reduziertes. Zwei schwarze Pinselschwünge, spannungsvoll getrennte, durch einen frechen roten Klecks - oder verbunden. ich werde ruhig, mir ist frisch und kühl in Staub und Hitze. Ein blitzheller Geist staunt mich an, ich staune zurück. Es ist eine von vielen Tusche-Zeichnungen des Malers und Bildhauers Dietmar Keilitz, die mich eingefangen hat, unter den anderen ein unverwechselbares Individuum, wie alle...sind ...aneinandergereihte Momente hellster Wahrheit, klarster Aufmerksamkeit. In Sekunden meditativer Konzentration entstanden, Einladungen, die Welt ins Unsichtbare zu wandeln. Reine Schönheit hält mich in Bann...später fiel mir eines der sog.Blütenstaubfragmente von Novalis ein. "Alles Schöne ist ein Selbsterleuchtetes, vollendetes Individuum". Ja, hier lässt jemand, der sich in konsequentester ZEN-Meditation nicht nur der "Unentzogenheit des Seins" (Heidegger) angenähert, sondern offenkundig "Satori" erfahren hat, Welt und Dinge eine Sprache reden, die ihrer Verborgenheit ent-spricht, die wie die Mystiker sagen, Ausdruck ihrer "Istigkeit", freie Symbolik ihrer "Washeit" ist. "Claritas est Quiddibas" (Klarheit ist Washeit) !...
Das unvermittelte Sein des Dings, das nicht mehr als Objekt, als Gegenstand dem Subjekt gegenübersteht, sondern selbst tätig ist, führt zu einer Verschmelzung mit dem Wahrgenommenen. Die Dinge schlagen jetzt "die Augen auf" (Rilke). Der Künstler hat sich ihnen geöffnet und sie zugleich zutiefst empfangen. Seine Bilder sind Botschaften dieses Wahr-Nehmens ...


1999 Ausstellung in der Galerie Am großen Stern
Eröffnungsrede zur Ausstellung in der Galerie Am großen Stern, Berlin
..Keilitz Arbeit gilt einem der kompliziertesten Phänomene dieser Welt: Der Zeit. Seine Bildwerke und Bilder wollen die Aufhebung von Zeit vergegenwärtigen, die Vision eines Zustandes, in dem Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart gleichzeitig erlebbar wären.

So ein Unternehmen ist natürlich in der Kunstgeschichte ohne Vorbild. ... Ich spreche hier vor allem über Keilitz´ Stahlblechwerke, die Worte gelten sinngemäß aber auch für die Arbeiten mit Ölfarben und Rupfen und natürlich auch für die wunderschönen Tempera-Tuschmalereien, die eine frühere Phase Keilitz'scher Kunst vorstellen...im Stahlblech fand Keilitz die adäquaten Möglichkeiten, seine Gedanken zu "Polarität und Wandlung" intellektuell faßbar und sinnlich erfahrbar zugleich zu machen.

Stahl bot sich an als Material, da mit ihm "Prozeßhaftes" sichtbar gemacht werden kann.Das zur Skulptur verformte Stahlblech, der Rost und die Farbe (in ihrer energiereicheren Form als Pigment) bilden die Elemente zur Gestaltung der "konzeptionellen Einheit" seiner Kunst...Der Polarität von Licht und Dunkel, Rost und Glanz, Farbe und Auflösung, kurzum den "Lebens-und Zerfallsprozessen" setzt Keilitz sinnbildhafte Form entgegen.Der geformte Stahl enthält die künstlerische Tat, er steht mit seinem Glanz für das was war - "Vergangenheit": Keilitz formt den Stahl mit eigenen Leibeskräften, er bringt die Materie in Bewegung, ein Vorgang, den die Skulptur bewahrt.

Die eingesetzte Farbe ist "Symbol des Lichts" und des Lebens, ist "Gegenwart". Rost bedeutet "Auflösung des Lebens" ist "Zukunft" ist das, "was einmal sein wird". So sind im Ganzen dann in Keilitz´Werken Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichnishaft aufgehoben, sie sind ein Bild der "Zeitgleichzeitigkeit". Keilitz Methode ist neu, sie hat mit den alten Kunstverfahren nicht mehr viel gemeinsam:

Er bietet kein illusionistisches Abbild der Welt, enttäuscht am Alten orientierte Seherwartungen - der Betrachter seiner Werke sollte schon mit unbefangenem Blick antreten und den Vorstoß in die "vierte Dimension" riskieren - dann wird ihn - voraussichtlich - die Vorstellung von "Zeitgleichzeitigkeit" auch faszinieren.
Renate Franke, Berlin, 23.04.1999


Oktober 1999 Ausstellung im Verlagsgebäude CW Niemeyer
DEWEZET, Hameln - Ausstellung im Verlagsgebäude CW Niemeyer, Hameln

Von der raumgreifenden Kraft reiner Formen und Farben

...Keilitz hat eine reduzierten Formensprache für sich entdeckt, liebt klare Verhältnisse - sei es im kalt-warmen Gegensatz von Blau und Rot, Silber und Rostbraun oder im Wechselspiel von Masse und Leichtigkeit, Fläche und Linie, bizarrer Fransigkeit und definierter Formgebung.
Immer wieder in der Kunst von Keilitz: Variationen und Umkehrungen Findet sich eben noch auf einer unbetitelten Stahlblech-Plastik ein reines Blau mit einer Ahnung von Rot, so fasziniert gleich nebenan, bei der "ungeteilten Zeit", ein sattes Rot mit einer Spur von Blau. Die rostbraune Tektonik des Untergrundes mit ihren "Faltungen" und "Verwerfungen" spricht ihre eigene kraftvolle Sprache...
Karin Rohr, 9.10.1999


September 1997 beim Verformen


beim Verformen

Oktober 1996 Ouest-France Ausstellung
Ausstellung in der Galerie Patrick Gaultier, Quimper

...Ses sculptures en acier ont des formes cabossées, oxydées volontairement avec des couleurs d´un bleu fortement saturé qui font penser inévitablement á I´Y.K. Blue. Quelques tâches rouges émergent ca et lá.
Cette couleur bleúe est égalément utilisée en alternance avec un rouge profond sur des toiles de jute en partie détruites, collées sur du plexi. Métaphores du temps qui passe, destruction ou métamorphose.
22.10.1996


August 1995 Die ungeteilte Zeit
Walter Langsdorf, Ahnatal/Kassel zu dem Zyklus "Die ungeteilte Zeit" von Dietmar Keilitz
... Es fällt auf, daß Dietmar Keilitz für diesen Zyklus einfache, traditionelle, und bei der Metallverformung geradezu archaische Werkverfahren wählt, und es liegt nahe, dies als eigene Qualität zu sehen. Es wird deutlich, daß der Faktor Zeit hier eine entscheidende Rolle spielt: aktiv bei der langwierigen Arbeit des Treibens, d.h. der kalten Verformung der Stahlbleche, passiv im Prozeß des gezielten Verwitterns, wobei die Bemalung bzw. Versiegelung einzelner Partien den Auflösungsprozeß des Rostens verhindert und damit den Zeitfaktor partiell außer Kraft setzt. Der Titel "Die ungeteilte Zeit", verweist zugleich auf eine andere Dimension von Zeit, auf ein symbolisches Verständnis von Prozessen, Abläufen, Verwandlungen. Dietmar Keilitz sieht die beschriebenen Werkphasen in Analogie zu Lebensprozessen. Insofern im fertigen Werk - das sich als ein Zyklus präsentiert - das Nacheinander der zeichenhaft dargestellten Zeitformen gleichzeitig erfahren wird, ist die Teilung der Zeit aufgehoben, eine Erfahrung, die im ästhetischen Prozeß und zugleich im ästhetischen Resultat sichtbar werden kann.
23.08.1995


Juni 1994 im Atelier


im Atelier, Juni 1994

Februar 1991 Ausstellung in der Galerie Hoffmann
Kölner Stadt-Anzeiger
... Die meisten seiner Bilder strahlen Ruhe aus, ineinander fließende Formen schweben im aperspektivischen Raum und regen zur Kontemplation an.
Mit einer technischen Perfektion hat er Farbschicht über Farbschicht aufgetragen, die meist reduzierten, aber in sich nuancierten Farbscalen bringen die Leinwände zum Klingen...Ab und zu setzt er Farbakzente, mögen auch informelle Einflüsse ablesbar sein. Doch eine Brückr zu unkontrollierten Pinselbahnen der sogenannten Neuen Wilden gibt es hier nicht.Musik,Ferner Osten und die "Abstraktion" - eine harmonische Synthese, die besonders in unserer hektischen Zeit auffällt und zum stillen Verweilen einlädt...
14.02.1991


Februar 1990 zur Ausstellung in der Galerie Dohmen
Frankfurter Rundschau:
Ein Visionär der Farben ist der Maler Keilitz. Seine Bilder zeigen Blau und Rot als pure Materialität , aus der heraus sich eine Räumlichkeit entfaltet, die an Phantasielandschaften, Meerestiefen oder auch an kosmische Dimensionen erinnern mag. Solche Farbvisionen, losgelöst von jeglicher Gegenständlichkeit, vermitteln beinahe so etwas wie ursprüngliche Bilderfahrung, der ein Abbildcharakter noch fremd ist.

In der Ausstellung der Galerie Dohmen...gewinnt der Betrachter mitunter sogar den Eindruck, Keilitz wolle Bilder eines inneren Sehens gestalten, einer Wahrnehmung bei geschlossenen Augen, wo allein das Licht der Farben Strukturen bildet. Die Malerei des Künstlers wirkt meditativ, keineswegs unbeschwert.

Das tiefe, ein wenig an Ives Kleins Bilder erinnernde Blau, unterbrochen durch leutende Spiralnebel von Rot, ist gleichsam in Moll-Tönen abgestimmt; eine Melancholie der Temperafarben, die Keilitz auch in der chromatischen Gestaltung von Rot heraufbeschwört. Da verläßt der Maler das Räumlich-Visionäre der blauen Bilder und schafft farbliche Metamorphosen von Witterungsprozessen, als ob das Rot auf schwarzer Erde roste.
kai 19.02.1990


1989 mit Nico beim Malen


mit Nico beim Tuschemalen